Sie haben Post – 5 Möglichkeiten, Ihre Betreffzeilen zu optimieren

Sie haben Post – 5 Möglichkeiten, Ihre Betreffzeilen zu optimieren

Die Betreffzeile ist der wichtigste Teil einer E-Mail. Aufgrund von ihr entscheidet ein User innerhalb von Sekunden, ob eine Mail gelesen wird, oder im Papierkorb landet – sei der Inhalt noch so wertvoll. Sie stellt den Fuß in der Tür dar. Wenn Ihr größtes Problem also nicht die Conversions sind, sondern die OpenRates, so empfiehlt sich ein genauerer Blick auf die Betreffzeilen.

Wichtige Keywords an den Anfang

Wir haben ihn alle: diesen einen Freund, der unglaublich schlecht im Geschichtenerzählen ist. Der, bei dem man sich nach 15-Minuten wirrer Sätze fragt, wohin die Reise hier überhaupt geht – und ob da noch was gutes kommt. Genau so sind manche Betreffzeilen.

Menschen wollen nicht erst selbst herausfinden müssen, wieso gerade von allen anderen E-Mails Ihre diejenige ist, die einen Mehrwert bringt, und die gelesen werden sollte. Kurz: Kommen Sie auf den Punkt, und stellen Sie die wichtigsten Schlüsselbegriffe an den Anfang.

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Stelle Fragen

Auch hier kann man wieder von seinem persönlichen Freundeskreis lernen, denn die beliebteste Person im Raum ist in der Regel nicht diejenige, die durchweg nur von sich erzählt, sondern die, die gute Fragen stellt und ein aufrichtiges Interesse an anderen zeigt.

Haben Sie beispielsweise ein Buch geschrieben, das „Umsätze steigern mit XY“ heißt, so wiederholen sie diesen Titel in der dazugehörigen Werbemail nicht einfach. Verwenden Sie stattdessen etwas wie „Möchten Sie Ihre Umsätze steigern? Wir zeigen Ihnen wie!“. Sollten Sie Fitness-Kurse anbieten, so können Sie statt „Schauen Sie dieses Video, wenn Sie Motivation brauchen“ etwas wie „Na, fehlt die Motivation? Schauen Sie dieses Video!“ verwenden.

Nutzen Sie Zahlen

Leute lieben Zahlen, Listen, und Rankings. Sie sind einfach zu lesen, und helfen dabei, komplexe Sachverhalte in einfache Schemen zu pressen. Der New Yorker veröffentlichte einst sogar eine Liste von Gründen, warum wir Listen lieben (http://www.newyorker.com/tech/elements/a-list-of-reasons-why-our-brains-love-lists).

Zahlen wiederum sind hilfreich, um eine Dringlichkeit zu erzeugen. Das beste Beispiel: Aus „Nur noch für kurze Zeit“ wird „Nur noch 2 Tage verfügbar!“ – und schon ist die Zeit nicht relativ sondern absolut begrenzt, der Bedarf zu reagieren wird erhöht.

Werden Sie persönlich

Wurden Sie bei der Arbeit schon einmal mit einem falschen oder keinem Namen angesprochen? „Hey, Sie da!“ oder „Hey Caroline“ (wenn Sie Carola heißen) hinterlassen selten einen guten Eindruck. Wenn möglich und in der Datenbank vorhanden, sollten daher Vornamen eingesetzt werden. Haben Sie ein größeres Update eingespielt, so könnten Sie statt „Wir haben neue Funktionen“ etwas wie „Max, dein XY-Account wurde gerade“ benutzen.

Beachten Sie aber, dass Personalisierung mehr Möglichkeiten bietet, als bloß die Verwendung von Vornamen. Mit etwas Aufwand könnten Sie Ihre E-Mail-Empfänger beispielsweise kategorisieren, und diesen Gruppen jeweils individuellere Inhalte übersenden.

Verwenden Sie Reime, Alliterationen, und Wortspiele

Klingt komisch, und das ist es auch – funktioniert aber trotzdem. Oder würden Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Social Music Marketing: Bands, Brands und Fans“ löschen, wenn Sie im Bereich Musik arbeiten? Der Nachteil ist, dass sie eine Menge Kreativität erfordern, und dementsprechend nicht mal eben dahingetippt werden können. Die dadurch optimierten Öffnungsraten sollten die investierte Zeit aber wettmachen.

Genauso hilfreich kann es sein, veraltete Begriffe aufzugabeln und durch unkonventionelle Sprache aus der E-Mail-Masse herauszustechen. Dabei kann so ziemlich jede historische Epoche gespielt werden: Ob Sie einen urst fetzigen Abend bewerben, oder die Feigherzigkeit (statt den Schweinehund) überwinden wollen, für flotte Backfische und kesse Sumsebienchen wie Sie es sind, gibt es dahingehend keine Grenzen.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass natürlich keine der hier vorgestellten Möglichkeiten als Allheilmittel betrachtet werden kann. Sie sind aber Ansatzpunkte, mit denen man spielen und experimentieren kann, um herauszufinden, welche Methoden bei der eigenen Peer Group besonders gut ankommen.